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Markt · Interaktives Quote-Labor

Wie CFD-Preise entstehen: Referenz, Quote & Liquidität

Der angezeigte Preis ist nur ein Teil der Ausführung: Referenzmarkt, Spread, Mengenbedingungen und Orderbuchpriorität nachvollziehen.

30.09.2026Deutsch · Quellenbasierter Wiki-KernUnabhängig von MetaQuotes
In diesem ArtikelReferenzmarkt und Kundenvertrag sind zwei EbenenBid, Ask, Last und MittelkursWie eine Anbieterquote abgeleitet werden kannQuote heißt nicht: jede Menge zu diesem PreisLiquidität hat mehrere DimensionenPreis-Zeit-Priorität: zuerst besserer Preis, dann früherer AuftragInteraktives Quote- und MengenlaborHandelszeiten, Indikation und KurslückenAbweichungen sauber untersuchenQuellen
Quellenstand 30.09.2026 · Typische OTC-Strukturen und ausdrücklich fiktive Modelle. Anbieterbeispiele werden nicht als Branchenstandard ausgegeben.

Referenzmarkt und Kundenvertrag sind zwei Ebenen

Ein CFD ist ein Differenzvertrag mit dem Anbieter. Seine Preise können auf Aktien, einem Index, Futures, FX-Quellen oder anderen Referenzen beruhen. Der Bezug zu einem Referenzmarkt macht die Kundenposition nicht automatisch zu einem dort gelisteten Börsengeschäft. Der Kunde benötigt die Preisbildungs- und Ausführungsregeln seines Vertrags.

Eine CFD-Ausführung und ein externes Absicherungsgeschäft des Brokers sind unterschiedliche Vorgänge. Der Broker kann Risiko intern verrechnen, netten oder extern absichern; Zeitpunkt, Menge und Preis müssen nicht identisch sein. „Der CFD folgt dem Markt“ ist daher zu unbestimmt. Zu prüfen sind Referenz, Quote, Mengenbedingungen und Abrechnung. Auftragsweg und Hedging →

Bid, Ask, Last und Mittelkurs

Bid ist ein Kaufangebot, Ask ein Verkaufsangebot. Last ist der Preis des zuletzt abgeschlossenen Geschäfts und kann von den aktuellen Angeboten abweichen. Ein Mittelkurs ist eine rechnerische Mitte; er muss selbst kein handelbares Angebot sein. Ein Indexstand kann ein berechneter Wert sein, ohne dass das gesamte Indexportfolio zu diesem Wert sofort handelbar wäre.

Für einen Kauf zählt das passende Verkaufsangebot. Ein einzelner Last-Trade mit kleiner Menge bestätigt nicht, dass eine große Order noch denselben Preis bekommt. Historische Chartkerzen verdichten Daten und enthalten häufig weder alle Quote-Seiten noch die verfügbaren Mengen. Trigger und Ausführung →

Wie eine Anbieterquote abgeleitet werden kann

Eine einfache Lernableitung beginnt mit Referenz-Bid und Referenz-Ask und erweitert den Spread um einen Aufschlag. Ein Anbieter kann außerdem mehrere Daten-/Liquiditätsquellen verwenden, Preisstufen nach Menge anbieten oder eine eigene Referenzformel nutzen. Der Laboraufschlag ist eine offen gelegte Annahme, keine Rekonstruktion eines konkreten Brokers.

IG dokumentiert als Anbieterbeispiel variable Rohstoffspreads, bei denen ein eigener Spread zum zugrunde liegenden Futuresmarktspread hinzukommt. Das belegt diese Angebotskomponente, nicht jede CFD-Kursbildung. Bei anderen Instrumenten können separate Kommissionen, feste Spreads oder andere Referenz-/Finanzierungsmodelle auftreten.

Ein Markup muss nicht für beide Seiten symmetrisch verteilt werden. Auch ein dynamischer Spread kann mehrere Ursachen haben. Für eine sachliche Analyse braucht es die vertragliche Regel und zeitgleiche Referenzdaten; jede Abweichung als Manipulation zu bezeichnen wäre unbelegt. Marktspread, Markup und Gebühren →

[PRICE-IG]

Quote heißt nicht: jede Menge zu diesem Preis

Eine Quotierung stellt Preise dar, zu denen der Anbieter nach den geltenden Bedingungen handeln kann beziehungsweise ein Angebot macht. Ob eine konkrete Anzeige verbindlich oder indikativ ist, welche Menge sie abdeckt und wann sie bestätigt wird, ergibt sich aus dem Ausführungsmodell. Die bloße Anzeige eines Preises sagt dies nicht vollständig.

Ein Anbieter kann für größere Mengen andere Preise verlangen, eine Anfrage zurückweisen oder nur nach seinen Füllregeln ausführen. Gleichzeitig kann eine kleine Quote sofort handelbar sein. „CFDs basieren auf Quotierung“ beschreibt deshalb den Kundenzugang, aber noch keine beliebige Ausführungsgarantie oder vollständige Unabhängigkeit vom Referenzmarkt.

Die externe Absicherbarkeit kann Preisstellung und Mengenlimits wirtschaftlich beeinflussen. Daraus folgt kein zwingendes Eins-zu-eins-Routing jeder Kundenorder. Ein guter Prüfpfad trennt Anzeige, Auftrag, Annahme, Ausführung und gegebenenfalls das externe Geschäft.

Liquidität hat mehrere Dimensionen

Ein enger Spread erklärt zunächst die Preisdifferenz zwischen den besten Seiten. Tiefe beschreibt Mengen auf den Preisstufen. Resilienz beschreibt, wie schnell Angebote nach einer Belastung zurückkehren. Handelszeiten und Kontinuität bestimmen, ob diese Bedingungen auch im gewünschten Moment bestehen.

Das Labor zeigt 5 Einheiten auf dem ersten Ask und zusätzliche Mengen teurer. Ein Kauf von 12 Einheiten kann deshalb über mehrere Stufen laufen und einen höheren gewichteten Durchschnittspreis erzeugen. Ein enger Bestspread kann mit geringer Tiefe zusammentreffen. Eine Orderbuchaufnahme ist außerdem vergänglich: Angebote können geändert oder zurückgezogen werden.

CFD-Liquidität aus Kundensicht betrifft die Mengen und Bedingungen, die der Anbieter tatsächlich akzeptiert. Sie ist mit Referenzliquidität verbunden, aber kein einfaches Abbild einer sichtbaren Börsenmenge. Die Angebotsbedingungen müssen auf ihrer eigenen Ebene analysiert werden.

Preis-Zeit-Priorität: zuerst besserer Preis, dann früherer Auftrag

In einem FIFO-Orderbuch hat der bessere Preis Vorrang. Bei gleichem Preis werden ruhende Aufträge nach zeitlicher Priorität bedient. Für den kaufenden Angreifer ist der niedrigere Verkaufspreis besser. Im Labor haben A und B denselben Ask; A ist früher, deshalb erhält A zuerst die Füllung. C und D folgen erst zu höheren Preisen.

CME dokumentiert neben FIFO auch proportionale und kombinierte Verfahren. Preis-Zeit-Priorität ist deshalb keine universelle Zuteilungsregel aller Produkte. Produktalgorithmus und gegebenenfalls Regeln zur Änderung eines Auftrags können die Priorität beeinflussen.

Eine CFD-Kundenorder erhält nicht allein aufgrund der Referenz automatisch einen Platz in dieser Börsenwarteschlange. Selbst bei externem Routing beziehungsweise DMA sind technische und vertragliche Details erforderlich. Die Herstelleroberfläche oder ein STP-Label beweist keine konkrete Matchingpriorität.

[PRICE-FIFO][PRICE-MATCH]

Interaktives Quote- und Mengenlabor

Referenzorderbuch und CFD-Angebot vergleichen

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Ruhendes VerkaufsangebotPreisMengeFüllung durch Modell-Marketkauf

Fiktives statisches Verkaufsorderbuch, FIFO und ausreichende Akzeptanz der sichtbaren Referenzangebote vorausgesetzt. A vor B am selben Bestpreis, danach schlechtere Preise C/D. CFD-Modell ist getrennt: symmetrischer Spreadaufschlag, feste Mengenobergrenze, vollständig akzeptiert oder abgelehnt. Kein echtes Routing, Hedging, Last-Preis, Limitauftrag, Stornowettlauf oder dynamischer Liquiditätsanbieter. Bei geschlossenem Modellmarkt bleiben Preise indikativ; es erfolgt keine Füllung. Tatsächliche Anbieterbedingungen können abweichen.

Handelszeiten, Indikation und Kurslücken

Ein Anbieter kann außerhalb der Haupthandelszeit eine eigene Quotierung stellen, gegebenenfalls anhand anderer Referenzen. Eine solche Quote ist nicht automatisch der Preis eines aktuell offenen primären Orderbuchs. Quellenwechsel, geringere verfügbare Menge oder Unsicherheit können den Spread verändern.

Bei einer Handelsunterbrechung oder Datenstörung muss getrennt werden: Ist nur die Anzeige vorhanden oder der Vertrag tatsächlich handelbar? Im Labor bleibt die Quote bei deaktivierter Handelbarkeit sichtbar, ist ausdrücklich indikativ und führt zu keiner Ausführung. Das ist eine Lernannahme, keine Beschreibung aller Wochenendprodukte.

Kurslücken können Trigger überspringen. Ein Stopniveau reserviert ohne besondere Garantie keinen Ausführungspreis. Auch eine noch sichtbare alte Quote darf nicht mit einem neuen verfügbaren Angebot verwechselt werden. Die zeitliche Zuordnung ist für jede Analyse wichtig.

Abweichungen sauber untersuchen

Zuerst den exakt referenzierten Markt und Kontrakt bestimmen. Dann synchronisierte Zeitstempel, Zeitzone, Bid/Ask oder Last, gewünschte Menge und Datenquelle vergleichen. Bei einem rollenden Produkt müssen zusätzlich Referenzwechsel, Anpassung und Finanzierung berücksichtigt werden. Ein Kassaindex und ein späterer Future sind keine identischen Vergleichsreihen.

Als Belege helfen Symbolbedingungen, Auftrags- und Ausführungshistorie, Servermeldungen, möglichst Tickdaten beider Quote-Seiten und die damals geltenden Preis-/Ausführungsbedingungen. Ein Screenshot kann Anlass für eine Prüfung sein, ersetzt diese Daten aber selten.

Unsere Leitfrage lautet: Welcher Preis wird angezeigt, welche Menge deckt er ab und welche Bedingungen gelten beim Handeln? Damit wird die Analyse für Nutzer praktisch: Sie erkennen, welche Information fehlt, statt aus einem einzelnen Chartpunkt bereits ein Urteil abzuleiten. Futures, Referenzlaufzeiten und Rollover → · Brokerrollen →

Quellen & Geltungsbereich

Die Aussage bleibt prüfbar.

  1. IG · Commodity CFD Product Details

    Anbieterbeispiel zur Referenzierung und Spreadkomponenten. Keine allgemeine Regel sämtlicher CFD-Anbieter, keine Anbieterempfehlung.

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  2. CME · How Agricultural Markets Operate

    FIFO und Pro-Rata als unterschiedliche Matchingverfahren, keine universelle Preis-Zeit-Regel.

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  3. CME Client Systems Wiki · Supported Matching Algorithms

    Technische Primärdokumentation: verschiedene Algorithmen und Produktabhängigkeit.

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